Gebete zu Ostern

Aufstehen zum Leben

Ein Junge blickt in den Himmel voller Luftballons

Im Hier und Jetzt die Auferstehungskraft er- und begreifen

Bild: pip / photocase.de

Bei aufblühender Natur verkündet Ostern den Sieg des Lebens: Es spricht vom Protest Gottes gegen alles, was am Leben hindert. Österliches Beten ist trotziges Beten: Der Tod hat nicht das letzte Wort.

Auferstehung und Leben

Herr Jesus Christus, dies ist dein Tag und unser Tag,
der Durchbruch nach vorn in die Zukunft,
eine neue Zukunft, die Ewigkeitswert besitzt,
die durch den Tod zum Leben geboren wird,
die durch die Tiefe des Grabes
in deine Höhe gehoben wird,
die Zukunft schlechthin für diese deine Welt,
unsere Zukunft,

die niemand und nichts verdunkeln kann,
die niemand und nichts uns verbauen kann,
die niemand und nichts uns nehmen kann,

durch dich für uns erlitten,
durch dich für uns erstorben und aufgebrochen,
durch dich für uns erschlossen,

damit wir leben, neu und ewig,
in dir auferweckt und befreit
sinn- und zielvoll,
ohne Todesgeruch, sondern
als Wohlgeruch in dieser Welt,
ohne Resignation, sondern
mit Sicht nach vorn,
ohne Gericht, sondern
begnadigt, angenommen und frei.

Du hast die Spur gelegt durch den Tod zum Leben,
und in deinen Fußstapfen wollen wir gehen,
Schritt für Schritt
heute, morgen und in Ewigkeit.

Sr. Ruth Meili CCR, Communität Casteller Ring (leicht gekürzt)


26.06.2014 / Anne Lüters