In der Nacht

Die Sorgen ablegen können

In der Nacht tauchen oft quälende Bilder des vergangenen Tages auf, plagen Ängste vor dem neuen Morgen. Die Gebete sollen eine Hilfe sein, Ruhe zu finden und alle Nöte Gottes Obhut anzuempfehlen.

Nachtgebet des Augustinus

Wache du, Herr, mit denen, die wachen oder weinen in dieser Nacht. Hüte deine Kranken, lass deine Müden ruhen, segne deine Sterbenden. Tröste deine Leidenden. Erbarme dich deiner Betrübten und sei mit deinen Fröhlichen. Amen.

Geborgen in Gottes Hand

In deine Hände lege ich meine unruhigen Gedanken, meine wirren Gefühle, mein Leben. In deinen Schoß lege ich meinen müden Kopf, die Früchte meines Tuns, meine Sorgen. Unter deinen Mantel lege ich meinen schutzlosen Leib, meine verwundete Seele, meinen angefochtenen Geist. In deine Hände lege ich meine Freunde, meine Feinde, mein Leben.

Nicht schlafen können

Mein Gott, die Gedanken an den morgigen Tag rauben mir den Schlaf. Ich weiß nicht, wie ich das alles bewältigen soll. Die Probleme wachsen mir über den Kopf. Ich stelle mir vor, was alles auf mich zukommt. Alles verkrampft sich in mir. Mein Gott, gib mir die Zuversicht, dass du mich nicht überforderst. Vieles mag bei Tageslicht anders aussehen. Ich möchte auf die Kraft vertrauen, die du gibst. Du findest Wege, wo ich keinen Weg sehe. Du lässt mich nicht allein. Lass mich Menschen begegnen, die mir helfen können. Und jetzt nimm von mir die Angst und lass mich ruhig schlafen. Amen.

Mein Gott, ich kann nicht schlafen. Die Schmerzen quälen mich und lassen mich nicht zur Ruhe kommen. Die Stunden der Nacht werden mir endlos. Ach, wenn doch der Morgen käme! Mein Gott, verschaffe mir Linderung meiner Schmerzen. Lass mich einschlafen. Dränge das Dunkel der Verzweiflung zurück, das in mir aufzusteigen beginnt. Schenke mir gute Gedanken. Du bist bei mir, tröste und heile mich. Amen.

Auch Psalmen können helfen, die eigenen Nöte in Gottes Hand zu legen (siehe Evangelisches Gesangbuch Nr. 732-797).


26.06.2014 / Anne Lüters